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»Hallo, deine Zukunft sieht scheiße aus!«

Sie mobilisieren mit der Angst vor der Klimakrise und ihre Protestmittel sind nicht immer legal. Wir waren bei der ersten großen Aktion von »Extinction Rebellion« in Deutschland dabei – und haben ihnen eure Fragen gestellt.

16. Oktober 2019  11 Minuten

Wer letzte Woche nicht zufällig in Berlin in eine Straßenblockade geraten ist oder sich mit Klimaprotesten beschäftigt hat, ist Website von »Extinction Rebellion« Extinction Rebellion (auf Deutsch: »Aufstand gegen das Aussterben«) womöglich noch gar nicht begegnet.

Nach Fridays for Future ist Extinction Rebellion die zweite große internationale Bewegung, die Klimapolitik auf einen neuen Kurs bringen will. Allerdings nicht mit Schulstreiks – sondern mit massenhaftem zivilen Ungehorsam.

Mit dezentral organisierten Aktionen will Extinction Rebellion ein Bewusstsein für die drohende Klimakatastrophe schaffen. Die Dringlichkeit findet sich auch im Logo der Bewegung wieder: eine stilisierte Sanduhr, die sagen will, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt, um diesen Planeten zu retten. Straßenblockaden und eine gewisse Endzeitrhetorik sind die Markenzeichen der Bewegung, die im Jahr 2018 zuerst in Großbritannien auf sich aufmerksam machte.

Jetzt ist sie auch in Deutschland angekommen.

Gerade hat die Bewegung Video-Aufruf: »Rebelliere mit uns!« die erste große Aktionswoche hinter sich.

Titelbild: Extinction Rebellion Germany - CC BY

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Berlin und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.


von Katharina Wiegmann 

Als Politikwissenschaftlerin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie fragt sich: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.

Themen:  Deutschland   Klima   Aktivismus  

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