Einen Elefanten schießen für 20.000 Dollar? So sieht moderner Naturschutz aus

Wenn wir die letzten Dickhäuter wirklich retten wollen, müssen wir Naturschutz radikal neu denken. Dieses Land macht es vor.

22. Januar 2019  11 Minuten

»Wir jagen aus ethischen Gründen keine Tiere, die zu den Big Five Mit dem Begriff »Big Five« bezeichnet man 5 bestimmte Tiere in Afrika, nämlich Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn und Leopard. gehören – und weil es viel zu teuer ist.« Heinrich Weber (Name geändert) Im Interview mit dem Großwildjäger wurde der Name nicht aufgenommen, da es sich um anonymisierte Fragebögen handelte. sitzt entspannt auf der Veranda der Nkasa Lupala Lodge und schlägt die Beine übereinander. In seinem beigefarbenen Tropenanzug sieht er aus, als wäre er einem Werbefilm für Tourismus in Afrika entsprungen. »Aber wir jagen andere Tiere, wie Antilopen«, fügt er hinzu. Er ist um die 70, und irgendwie überrascht es nicht, dass er mit seinem weißen Haar und den stechend blauen Augen – abgesehen von der Jagd – am liebsten über die deutsche Kolonialzeit hier in Namibia redet.

Heinrich Weber ist Großwildjäger. Einer von Aktuellere Zahlen waren nicht zu finden (englisch, 2003) Tausenden, die jedes Jahr aus der ganzen Welt nach Namibia kommen, um dort für viel Geld afrikanische Wildtiere zu schießen und die Trophäen – etwa ein Geweih, einen

Titelbild: pexels - CC0

von Leonie Fößel 

Leonie Fößel ist Geographin und seit ihrer Kindheit sehr naturverbunden. In ihrer wissenschaftlichen und journalistischen Arbeit lernt sie am liebsten von Menschen und Kulturen, die in enger Verbindung mit dem Planeten leben. Sie ist immer auf der Suche nach Geschichten, die zeigen, dass sich die Welt zum Positiven ändert. Und die gibt es überall.

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