Warum wir so viel Land verbrauchen – erklärt in 12 Grafiken

Vor 1.000 Jahren haben die Menschen 4% der nutzbaren Landfläche für Ackerbau und Viehaltung genutzt; heute sind es rund 50%. Das hat weniger mit Überbevölkerung zu tun, sondern vor allem mit: Rindfleisch.

30. Juli 2020  10 Minuten

Fangen wir an mit einer einfachen Bestandsaufnahme: Wir Menschen brauchen immer mehr Land. Von der gesamten Landmasse der Erde sind große Teile mit Eis bedeckt oder verwüstet, für Landwirtschaft kommen sie nicht infrage. Von dem Teil der Landoberfläche allerdings, den wir für den Ackerbau oder die Tierhaltung nutzen können, waren vor 1.000 Jahren rund 4% landwirtschaftlich genutzt; heute sind es 50%!

Wir verbrauchen immer mehr Land

Weltweite Fläche, die für Ackerbau oder Weidehalt genutzt wird oder durch Städte und Bauwerke versiegelt ist

Quelle: History Database of the Global Environment (HYDE, englisch)

Das Problem daran ist: Viele der Flächen waren zuvor Moore, Urwälder oder andere Ökosysteme, in denen große Mengen CO2 gespeichert waren. Sie werden trockengelegt, gerodet und in Acker- und Weideland umgewandelt. Gleichzeitig geht dabei der Lebensraum vieler Tiere und indigener Völker verloren. Sie sterben aus, werden ermordet oder müssen ihren Lebensraum verlassen.

Doch woran liegt es, dass wir so viel Fläche verbrauchen? Es hat verschiedene Gründe. Einer davon, und wohl der naheliegendste, ist, dass wir immer mehr Menschen sind, heute leben etwa 5-mal so viele Menschen auf der Erde wie noch 1900:

Titelbild: Ivan Bandura - CC0

von Felix Austen 

Der Physiker Felix begrüßt den Trend zu Hafermilch und fährt gern Rad. Er weiß aber auch, dass das nicht genügen wird, um die Welt vor der Klimakatastrophe und dem Ökokollaps zu bewahren. Deshalb schreibt er über Menschen, Ideen und Technik, die eine Zukunft ermöglichen. Davon gibt es zum Glück jede Menge!

Themen:  Nachhaltigkeit   Klima   Essen  

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