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Besser als »Ritalin«? Dieses Mittel soll gegen ADHS helfen – fast ohne Nebenwirkungen

Ob es tatsächlich wirkt, muss die Wissenschaft erst noch zeigen.

7. Juli 2020  4 Minuten

Kurzinformation zu ADHS (2019, PDF) 5% aller Kinder und Jugendlichen haben es. Rund 2% aller Erwachsenen auch.

Symptome zeigen sich in unkontrollierten Ausbrüchen, Streit in der Familie und nicht zu beherrschendem Chaos in alltäglichen Situationen: eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). 3 Hauptkennzeichen treten dabei auf: Unaufmerksamkeit, Unruhe und Impulsivität. Oft treten zusätzlich weitere psychische Störungen auf. Doch nicht jedes Symptom muss gleich ADHS bedeuten. Für eine Diagnose müssen eine Vielzahl wissenschaftlicher Kriterien erfüllt sein und zahlreiche andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, wie zum Beispiel Angststörungen, Autismus, bipolare Störungen, Tourette-Störungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Epilepsie, Seh- und Hörstörungen. Außerdem muss das Alter bei der Diagnose berücksichtigt werden. ADHS sollte zum Beispiel nicht vor dem Alter von 3 Jahren diagnostiziert werden. Grundsätzlich gilt: Je jünger die Kinder, desto unsicherer wird eine korrekte Diagnose.

Sie kann, das weiß die Forschung mittlerweile, das Leben stark beeinträchtigen und Chancen in Schule, Lehre und danach vermasseln. Bei manchen Betroffenen ist der Leidensdruck hoch, eine Behandlung unausweichlich.

Medikamente wie Ritalin Der Handelsname von »Methylphenidat«, einem verschreibungspflichtigen Betäubungsmittel, das in den Jahren 2008–2012 sehr kritisch in den Medien beleuchtet wurde. In allgemeiner Kritik an ADHS als Diagnose wurde das Mittel zum »Ruhigsteller« von Kindern stilisiert und die tatsächlich helfenden und belegten Wirkungen für das Krankheitsbild bestritten. wirken zwar, Das zentrale adhs-netz nimmt zu typischen Vorurteilen gegen die Diagnose ADHS und ihrer Behandlungsmethoden Stellung (2013) haben aber als »Mittel zur Ruhigstellung« keinen guten Ruf. Tatsächlich sind Nebenwirkungen häufig, etwa Schlafprobleme, Appetitlosigkeit und depressive Gedanken.

Da liegt die Suche nach Alternativen nahe.

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Ingo Redenius 

Wie geht Teambuilding mit Videospielen? Warum gibt es so wenig Mütter in Games? Und wieso kann uns das Game Over erfolgreich machen? Fragen wie diesen geht Ingo als freier Autor und in seinem eigenen Blog mit Pixelliebe auf den Grund. Als studierter Sozialwissenschaftler sieht er Videospiele nicht nur als pures Entertainment, sondern als Schatzkiste der Popkultur.

Themen:  USA   Technik   Gesundheit  

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