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So wirkt sich die Flüchtlingspolitik von 2015 noch heute aus

5 Jahre nach überfüllten Turnhallen, überforderten Kommunen und »Wir schaffen das« zieht ein Entscheider Bilanz – und spricht über vermeidbare Fehler im Asylverfahren. »Es gab Tage, da sagte ich: Es reicht mir!«

2. Juli 2020  13 Minuten

Wenn in Deutschland Krisenstimmung herrscht, dann wird meist akut reagiert. Das gilt nicht nur für Corona, sondern war auch schon vor 5 Jahren so, als sich die Bundesrepublik selbst eine Peter Dörrie klärt über 5 Irrtümer über die »Flüchtlingskrise« auf »Flüchtlingskrise« attestierte. Obwohl damals die Aufregung groß war, fragt heute kaum noch jemand, was wir eigentlich aus der Situation gelernt haben und ob wir beim nächsten Mal besser vorbereitet sein werden. Dabei wird die Krise in den maßlos Franziska Grillmeier berichtet über die Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria überfüllten griechischen Flüchtlingslagern Deutschland eher früher als später zum Handeln zwingen.

Wenige wissen über die langwierigen Folgen des behördlichen Chaos von 2015 Bescheid, als »Das Bundesamt in Zahlen«, BAMF (2015, PDF) knapp eine halbe Million Asylanträge gestellt wurden und viele weitere folgen sollten. Damals häuften sich die Berichte über das heillos überforderte Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Nach Jahren des Personalabbaus wurden damals hektisch Stellen für Entscheider:innen über Asylanträge geschaffen, ohne ausreichend auf deren Qualifizierung zu achten. Es bildete sich ein Rückstau an Verfahren, Fehler schlichen sich ein.

Die Konsequenz: Mit fehlerhaften Entscheidungen des BAMF hatten später vor allem die Verwaltungsgerichte zu kämpfen, die sich deutschlandweit durch Asylklagen überlastet sahen. Gegen rund 2/3 der

Titelbild: picture alliance - copyright

von Johanna Teresa Liesenfeld 

Johanna Teresa Liesenfeld hat Soziologie und Politikwissenschaft in Münster und im italienischen Cagliari studiert. Weil sie die Welt gern ein Stück besser machen möchte, schreibt sie nicht über ihre große Leidenschaft, den Sport, sondern lieber über die Themen Flucht, Asyl und Migration.

Themen:  Politik   Flucht   Deutschland  

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