Kommentar 

Corona hat Kinder und Väter näher zusammengebracht. Gut so!

Ein fürsorglicher Vater ist für jedes Kind ein Gewinn, zeigt die Wissenschaft – deshalb sollten wir diesen Trend mitnehmen in die Zukunft.

10. Juli 2020  5 Minuten

Es ist früh am Morgen, müde blinzle ich in ein grinsendes Kindergesicht. Meine 1,5-jährige Tochter hat mich geweckt. Wickeln, anziehen, frühstücken, Zähne putzen. Soweit alles normal. Doch anstatt zur Tagesmutter zu fahren, wie sonst, gehe heute ich mit auf den Spielplatz. Gemeinsam essen wir auch zu Mittag, ich schaukle sie in den Mittagsschlaf. Und am Nachmittag? Da wird uns schon noch was einfallen.

Die Pandemie hat meinen Alltag mit dem meiner Tochter zusammengeführt. Wir haben uns besser kennengelernt, und wir möchten die gemeinsame Zeit nicht mehr missen. Ähnlich geht es Vätern auf der ganzen Welt. Das zeigt zum Beispiel eine neue Studie aus Kanada.

Viele Väter, so das Umfrageergebnis der Die »Canadian Men’s Health Foundation« und die »The Men’s Initiative« veröffentlichten im Juni 2020 Studien, die zeigen, dass sich Väter ihren Kindern seit den Einschränkungen näher fühlen Canadian Men’s Health Foundation, haben in den letzten Monaten bedingt durch die Coronabeschränkungen deutlich mehr Zeit mit ihren Kindern verbracht. Das ist nicht nur schön für Väter und Kinder, sondern wichtig für die kindliche Entwicklung, wie die Wissenschaft zeigt. Und letztlich können diese Erfahrungen auch den Müttern und der ganzen Familie helfen – wenn wir es schaffen, den Effekt über die Pandemie hinaus zu bewahren.

Wie Corona die Vaterschaft verändert hat

Titelbild: Marcin Jozwiak - CC0

von Felix Austen 

Der Physiker Felix begrüßt den Trend zu Hafermilch und fährt gern Rad. Er weiß aber auch, dass das nicht genügen wird, um die Welt vor der Klimakatastrophe und dem Ökokollaps zu bewahren. Deshalb schreibt er über Menschen, Ideen und Technik, die eine Zukunft ermöglichen. Davon gibt es zum Glück jede Menge!

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