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In Polen fehlen Ärzt:innen. Deshalb will die Regierung jetzt eine Kernidee der EU aushebeln

Um junge Mediziner:innen trotz mieser Bezahlung und Bedingungen im Land zu halten, gelten für das Medizinstudium in Polen jetzt neue Regeln. Das trifft auch Studierende aus Deutschland.

23. Juni 2020  5 Minuten

24-Stunden-Schichten, 60-Stunden-Wochen, wenig Gehalt: Im Jahr 2017 hat eine Gruppe junger polnischer Ärzt:innen genug von den desolaten Arbeitsbedingungen in Polens Gesundheitssektor – und Der MDR berichtete über den Hungerstreik tritt in den Hungerstreik. Kurz zuvor war eine Ärztin im Dienst gestorben, wegen Überarbeitung, sagen einige Mediziner:innen. Die Ärztin starb an einem Herzinfarkt. Sie war die vierte polnische Ärztin in Folge, die 2017 während oder kurz nach der Schicht gestorben war. Einige Ärzt:innen machten die Überarbeitung der Mediziner:innen mitverantwortlich für deren Tod.

4 Wochen lang protestieren immer mehr Ärzt:innen für eine bessere Finanzierung des polnischen Gesundheitssystems Während Deutschland im Jahr 2018 rund 11% des Bruttoinlandsprodukts in das Gesundheitssystem investiert hat, waren es in Polen nur rund 6%. und gegen die schlechten Arbeitsbedingungen.

Obwohl ihnen am Ende des Streiks Verbesserungen versprochen wurden, Der »Deutschlandfunk« berichtet von der aktuellen Situation in Polen ist bisher wenig passiert.

Mit Illustrationen von Doğu Kaya für Perspective Daily

von Alisa Wienand 

Als freie Journalistin produziert Alisa Wienand hauptsächlich tagesaktuelle Beiträge für Fernsehen, Radio und Onlinemedien. Bei ihrer Arbeit stößt sie auch immer wieder auf Fragen und Probleme, mit denen sie sich zum Beispiel in Magazinbeiträgen intensiver auseinandersetzt.

Themen:  Europa   Osteuropa  

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