PD Daily 

Was es braucht, damit Rassismus in Deutschland nicht mehr verharmlost werden kann

Und warum es keinen Rassismus gegen weiße Menschen gibt.

12. Juni 2020  5 Minuten

Wenn ich jemanden rassistisch nenne, dann hört dieser Mensch meist nicht, was ich ihm oder ihr sage. – Alice Hasters

Das schreibt die Journalistin und Autorin Alice Hasters in ihrem Buch »Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten«. Hier findest du das erwähnte Buch von Alice Hasters. Für alle, die den Musikanbieter »Spotify« abonniert haben: Unter diesem Link findest du eine Hörversion des Buchs, die Hasters selbst eingesprochen hat. Das R-Wort, wie es Hasters einmal nennt, schlägt immer und überall mit voller Wucht ein und wird als persönliche Anklage verstanden, der widersprochen wird: Ich bin doch kein Rassist. Ich sehe keine Hautfarben. Hier gibt es keinen Rassismus.

Was bei solchen Aussagen auffällt: Das Urteil darüber, ob es strukturellen Rassismus gibt und er ein Problem in Deutschland darstellt, wird dabei meist aus der eigenen Erfahrungswelt abgeleitet. Und so kommen auch meist Nichtbetroffene zu dem Ergebnis: Wenn ich Rassismus nicht persönlich gesehen oder beobachtet habe, ja, dann existiert er hier auch nicht.

Tatsächlich gibt es Gründe, warum rassistische Diskriminierung in Deutschland immer noch verkannt werden kann, aber fast eine Art Konsens darüber herrscht, dass die USA eindeutig ein Rassismusproblem haben.

Verdeutlichen möchte ich das am Beispiel des

Titelbild: Mika Baumeister - CC0

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Berlin und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

Themen:  Deutschland   Aktivismus  

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