Kommentar 

Milliardenhilfen für Konzerne darf es nur für echten Klimaschutz geben. Alles andere wäre verrückt!

Deutschland diskutiert ernsthaft schon wieder über eine neue Abwrackprämie. Dabei sind sich die meisten Ökonom:innen einig: Grüne Konjunkturprogramme wirken wesentlich besser.

8. Mai 2020  4 Minuten

Die Zukunft der niederländischen Hauptstadt ist rund und süß. Amsterdam will nämlich den Donut. Das klingt nach Farbe, Streuseln und klebrigem Überzug – und ist ein griffiges Bild für eine Vision von Kreislaufwirtschaft. Entwickelt hat das Modell die britische Ökonomin Kate Raworth, Kate Raworth hat Wirtschaftswissenschaft in Oxford studiert. Sie hat für die UNO und »Oxfam« gearbeitet. Im Jahr 2017 legte sie mit dem Buch »Die Donut-Ökonomie: Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört« einen Gegenentwurf zur vorherrschenden Volkswirtschaftslehre vor. es steht für eine maßvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen und soll gleichzeitig eine lebenswerte Gesellschaft ermöglichen, die die Grundbedürfnisse aller Menschen deckt. In dem Modell von Kate Raworth markiert der äußere Kreis des Donuts die ökologischen Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Bodenerosion. Der innere Kreis steht für das soziale Fundament: Zugang zu Nahrung und Wasser, politische Teilhabe, ein Dach über dem Kopf. Hier darf es nicht zu wenig geben. Niemand soll im Loch des Donuts, also der Unterversorgung leben müssen und niemand oberhalb des äußeren Kreises sein dürfen. Dieses Modell, das eigentlich auf die nationale und globale Ebene abzielt, Hier findest du das Donutkonzept für Amsterdam (englisch, 2020) hat Raworth jetzt für Amsterdam heruntergebrochen.

Mit Illustrationen von Doğu Kaya für Perspective Daily

von Benjamin Fuchs 

Jeder weiß: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal und rasend schnell. Nicht nur bei uns vor der Haustür, sondern auch anderorts. Wie können wir diese Veränderungen positiv gestalten und welche Anreize braucht es dafür? Genau darum geht es Benjamin, der erst Philosophie und Politikwissenschaft studiert hat, dann mehr als 5 Jahre als Journalist in Brasilien lebte und 2018 zurück nach Deutschland gekommen ist. Es gibt viel zu tun – also: An die Arbeit!

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