Reportage 

Noch 18 Jahre bis zum Kohleausstieg. Eine Region sucht ihre Zukunft

Bisher drehte sich in der Lausitz alles um die Kohle, doch das muss sich ändern. Geld allein reicht aber nicht für den Übergang in die Zeit danach, sagen die Menschen vor Ort. Zu Besuch in einem Landstrich auf der Suche nach einer neuen Identität

16. April 2020  9 Minuten

Für den 72-jährigen Ullrich Heinemann ist der Blick in einen Tagebau nichts Besonderes mehr. Sein ganzes Berufsleben hat der gelernte Grubenelektroschlosser im Bergbau gearbeitet.

Für die Besucher:innen hingegen, die Heinemann nun als Rentner regelmäßig durch den Tagebau Welzow in der Niederlausitz Die Niederlausitz sitzt im Dreiländereck zwischen Brandenburg, Sachsen und Polen. führt, sind schon die Dimensionen der Anlage ein Erlebnis. Der Tagebau erstreckt sich scheinbar unendlich, wenn man ihn vom oberen Rand der Kohlegrube betrachtet. Die Abraumförderbrücke F60, mit einer Länge von über einem halben Kilometer eine der größten Maschinen der Welt, trägt unermüdlich Erdmassen ab, um das dunkle, massive Kohleflöz darunter freizulegen.

5% der Bevölkerung in der Lausitz leben heute noch vom Tagebau.

Bis heute ist Kohle ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung in Deutschland. Zeitweise lebten in der Lausitz mehr als 60.000 Menschen vom Tagebau. Hör dir beim »Deutschlandfunk« mehr zum Strukturwandel in der Lausitz an Heute bietet er zusammen mit den Zulieferindustrien nur noch Arbeitsplätze für einen Bruchteil der Bevölkerung. Nach aktuellem Plan soll die Produktion spätestens 2038 eingestellt werden.

Darüber, wie genau der Kohleausstieg ablaufen soll,

Titelbild: LEAG Bildarchiv - CC BY

von Lisa Kuner 

Lisa Kuner studierte nachhaltige Entwicklung in Leipzig und arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die F.A.Z.

Themen:  Nachhaltigkeit   Gerechtigkeit   Energie  

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