PD Daily 

Dieser Völkermörder landet endlich vor Gericht. Auch dank eines Zufalls

Der Diktator Omar al-Baschir wird wohl bald vor Gericht stehen. Ein wichtiges Signal für Opfer und Täter gleichermaßen, auch wenn das Wie und Wo noch nicht geklärt ist.

3. März 2020  5 Minuten

Vor fast genau 11 Jahren saß ich auf einer Mauer am Rande eines Platzes in der sudanesischen Hauptstadt Khartum Ich war im Rahmen eines Forschungsprojekts im Sudan, um Daten für meine Bachelorarbeit zu sammeln. und hatte das erste Mal in meinem Leben das zweifelhafte Vergnügen, die Rede eines Völkermörders zu hören. Etwa 100 Meter von mir entfernt, getrennt durch mehrere Tausend frenetisch jubelnde Anhänger, stand ein älterer, untersetzter Mann mit Halbglatze und Spazierstock auf einer Bühne in der brütenden Abendsonne und ereiferte sich über die Anmaßungen des Westens im Allgemeinen und eines Mannes namens Luis Moreno Ocampo Ungeachtet der Tatsache, dass Luis Moreno Ocampo, der damalige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), eigentlich Argentinier ist. im Besonderen.

Omar al-Baschir (Mitte mit Spazierstock) spricht während der Kundgebung 2009 zu seinen Anhängern. – Quelle: Peter Dörrie copyright

Gerade mal 2 Wochen war es her, da hatte der

Titelbild: dpa - copyright

von Peter Dörrie 

Es kann arrogant wirken, als Wohlstandskind die Frage zu stellen, warum es auf der Welt immer noch Krieg und Armut gibt. Zu einfach entsteht der Eindruck, man habe selbst alle Antworten parat. Als Entwicklungs-, Friedens- und Konfliktforscher findet Peter die Frage dennoch wichtig. Denn er geht immer davon aus, dass es mehr als eine Wahrheit gibt und die eigene am wenigsten zählt. Sein besonderes Interesse gilt Afrika. In 12 Ländern des Kontinents hat er bereits recherchiert.

Themen:  Frieden & Krieg   Gerechtigkeit   Afrika  

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