PD Daily 

Toleranz bedeutet nicht das, was du denkst

Forscher sagen: »Toleranz setzt immer Ablehnung voraus.« Lies hier, wie sie die Gesellschaft trotzdem zusammenhält.

28. Februar 2020  4 Minuten

»Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft.« So äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Hier kommentiert Juliane Metzker die Reaktionen auf das Attentat in Hanau Anschlag in Hanau. Sie stellt das Attentat in eine Reihe mit den Taten des NSU, dem Mord am Politiker Walter Lübcke und dem Anschlag in Halle. Doch in Deutschland gärt es schon länger. Die Debatten werden hitziger, der Ton – nicht nur im Netz – rauer. Viele Medien beschäftigen sich mit den Grenzen der Meinungsfreiheit. Immer mehr Menschen scheinen das Gefühl zu haben, nicht mehr sagen zu können, was sie denken.

Fehlt es aber wirklich an Freiheit oder vielmehr an Toleranz? Dieser Begriff umfasst andere Aspekte, als wir uns vielleicht vorstellen. Die Ansichten und Lebensweisen von Mitmenschen anzunehmen oder auch nur zu mögen leistet Toleranz gar nicht, meint Julian Paffrath: »Toleranz setzt immer Ablehnung voraus.« Und doch kann sie uns dabei helfen, die Gesellschaft zusammenzuhalten.

»Toleranz setzt immer Ablehnung voraus« – Julian Paffrath, Psychologe

Wie aber soll das gehen? Julian Paffrath ist Psychologe und schreibt gerade seine Dissertation Website der Kieler Forschungsstelle Toleranz an der Kieler Forschungsstelle Toleranz.

Mit Illustrationen von Doğu Kaya für Perspective Daily

von Yasmin Shirin Appelhans 

Yasmin Appelhans ist promovierte Meeresbiologin und freie Wissenschaftsjournalistin in Kiel. Insbesondere interessiert sie das Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Themen:  Deutschland   Gesellschaft  

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