PD Daily 

Vor Trumps »Deal des Jahrhunderts« gab es echte Chancen auf Frieden

Seit Jahrzehnten wollen US-Präsidenten den Nahostkonflikt lösen. 5 Initiativen im Überblick, die mehr Potenzial hatten als der aktuelle Deal.

31. Januar 2020  4 Minuten

Über 70 Jahre sind seit der Gründung des Staats Israel und der »Nakba« – der Katastrophe – verstrichen, wie auf Arabisch die Vertreibung von 700.000 Palästinenser:innen aus dem früheren britischen Mandatsgebiet beschrieben wird. Die immer wiederkehrenden Kriege, Konflikte und der Terror in der Region sind Ausdruck dafür, dass es endlich einen Friedensplan braucht.

Diesen glaubt nun ausgerechnet US-Präsident Donald Trump zu haben. Hier findest du den 181 Seiten langen Friedensplan (englisch, PDF) Mit seinem »Deal des Jahrhunderts« will er die angespannte Lage befrieden, zu der er mit Anerkennung Warum Jerusalem für Palästinenser:innen und Israelis so wichtig ist, liest du hier (2017) Jerusalems als Hauptstadt Israels beigetragen hatte. Mit Erfolg? Eher nicht. Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas nannte den Plan die Lies dazu »Ohrfeige des Jahrhunderts« auf der Website der »Tagesschau« (2020) »Ohrfeige des Jahrhunderts«.

Titelbild: Pawel Ryszawa - CC BY-SA

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Berlin und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

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