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Alles hat ein Ende, nur die Thüringer Regierungsbildung nicht. So will die Linke weiterregieren

Vor 6 Wochen hat Thüringen gewählt. Durch das gute Abschneiden der AfD ist eine Minderheitsregierung die wahrscheinlichste Option – und die Linke will sie mit mehr direkter Demokratie verknüpfen.

10. Dezember 2019  3 Minuten

Wie geht es weiter? Das fragen sich nicht nur die Thüringer nach dem Schock Ende Oktober 2019 für die bisher amtierende rot-rot-grüne Landesregierung. Die dritte ostdeutsche Landtagswahl in diesem Jahr führte zu ähnlichen Ergebnissen wie schon in Brandenburg und Sachsen: die AfD wurde zweitstärkste Kraft, während David Ehl über die neue SPD-Spitze und den Linksruck in der Partei die SPD und die CDU einige Stimmen verloren.

Vor der Wahl gab es Prognosen, die die AfD nur knapp hinter der Linken sahen. Die Angst, dass die rechte Partei am Wahltag stärkste Kraft werden könnte, war real.

Wie wählte Thüringen 2019?

Das amtliche Endergebnis auf einen Blick

Quelle: wahl.tagesschau.de

Doch letztendlich blieb die Linke stärkste Partei in dem mitteldeutschen Bundesland. Das heißt aber noch nicht viel. Schon in Sachsen und Brandenburg gestaltete sich die Regierungsbildung mit den neuen Kräfteverhältnissen schwierig. In Thüringen dagegen zeichnet sich noch gar keine Regierungsbildung ab, denn die Mehrheiten fehlen an allen Ecken und Enden. Jetzt muss eine radikale Lösung her, die auch von den Wahlsiegern unterstützt wird.

Warum ist die Linke die stärkste Kraft in Thüringen?

In Thüringen erreichte die Linkspartei ihre bisher besten Ergebnisse bei Landtagswahlen in Deutschland. Noch als PDS Die »Partei des demokratischen Sozialismus« bestand mit diesem Namen in den Jahren 1990–2007 und ging aus der »Sozialistischen Einheitspartei« (kurz: SED) der DDR hervor.

Titelbild: wikicommons/ Dr. Bernd Gross -

von Lisa Kuner 

Lisa Kuner studierte nachhaltige Entwicklung in Leipzig und arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die F.A.Z.

Themen:  Populismus   Politik   Gesellschaft   Deutschland  

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