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Kippenstummel bedrohen die Umwelt. Diese 3 Ideen könnten helfen

Auf seiner Weltreise entdeckte unser Autor paradiesisch weiße Sandstrände – und Zigarettenfilter, die dieses Bild zerstörten. Er wollte wissen, was dagegen hilft.

19. November 2019  4 Minuten

1,5 Jahre hat es gedauert, um den Erdball in unserem kleinen Bulli einmal zu umrunden. 13 Länder auf 4 Kontinenten. Doch egal wohin es uns verschlagen hat, ein alter Bekannter war uns immer einen Schritt voraus: der Zigarettenstummel.

Hier wird thematisiert, warum Neuseeland seinem grünen, sauberen Image nicht gerecht wird (englisch, 2010) Mein Schlüsselerlebnis hierzu fand ausgerechnet in Neuseeland statt, einem Land, das sich Umweltschutz ganz groß auf die Fahne schreibt – zumindest nach außen hin. Auf Coromandel, einer von Dschungel umgebenen Halbinsel östlich der größten Stadt Auckland, arbeitete ich in einem kleinen Bioladen.

Eines Nachmittags fielen sie mir hier, vor dem Laden, zum ersten Mal so richtig auf: die kleinen, orangefarbenen Hinterlassenschaften unzähliger Raucher. Mein vermeintliches Nachhaltigkeitsidyll war übersät mit Zigarettenstummeln. Ich konnte es nicht ertragen. Also begann ich die Stummel aufzusammeln, folgte ihrer Spur aus Filtern, die sich auf der Zufahrtsstraße zum Bioladen schlängelte. Selbst der Bach neben der Straße war nicht verschont geblieben. Mir wurde klar: Das ist derselbe Bach, aus dem wir ein paar Hundert Meter weiter unser Trinkwasser schöpfen.

An diesem Tag drängte sich mir die Frage auf: Was richten die Zigarettenstummel in unserer Umwelt an?

Billionenfache Umweltsünden

Schon der Beginn der Recherche fördert Beunruhigendes zutage: Jährlich werden weltweit etwa 6 Billionen Zigaretten produziert.

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Alexander Schütz 

Alexander Schütz hat ein duales Studium im Maschinenbau absolviert und anschließend als Ingenieur gearbeitet. Anfang 2018 hat er seinen Job gekündigt und seinen gesamten Besitz verkauft, um mit seiner Frau eine Weltreise zu machen – 16 Monate lang waren sie unterwegs.

Themen:  Nachhaltigkeit   Gesundheit  

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